Freitag, 2. Mai 2008

Warum schreiben Sie die Unwahrheit, Herr Jürgen Todenhöfer?

„Warum tötest du, Zaid?“ ein Buch von Jürgen Todenhöfer. Herr Todenhöfer wollte die westlichen Medien nicht glauben. Er wollte sein Buch aus Sicht der irakischen Opfer schreiben. Ich bin selbst ein Iraker und Christ, ich lese dieses Buch aus Sicht eines Irakers. Ich möchte dieses Buch kritisieren, bevor ich die Unwahrheiten und die Quellen zeige, die von Lesern und ins besonders von Medien nicht geprüft wurden.

Bei Reise Vorbereitung in den Irak war dem Herr Todenhöfer vor allem ein ehemaliger Botschafter behilflich (S. 28).
Herr Todenhöfer fliegt nach Syrien, dort trifft er Abu Saeed und sie fahren nach Ramadi zusammen.
Ramadi, Falludscha und Hadithah gehören zur baathistischen sunnitischen Provinz Anbar. Dort üben die Baathisten und andere Islamisten immer wieder Terroranschläge. Die drei Städte sind jetzt weltweit bekannt. Die ehemaligen baathistischen Verbrecher sind seit 2003 Terroristen geworden. Dort wurden auch die meisten Journalisten entführt und umgebracht.

In Ramadi wohnen die meisten baathistischen Verbrecher, die früher tausende Iraker gefoltert und umgebracht haben.

Von seiner Reise zeigt Herr Todenhöfer den Leser 13 Photos. Das Datum ist auf keinem Photo zu sehen. Herr Todenhöfer hat uns auch kein einziges Photo gezeigt, das mindestens 1 % beweist, dass er selbst wirklich in Ramadi war. Auch wenn er das beweist, werde ich aber trotzdem kein Wort glauben, was die baathistischen Verbrecher in Ramadi erzählen.

Herr Todenhöfer war vor 2003 im Irak. Er hat aber damals nirgendwo geschrieben, warum tötest du dein Volk, Saddam? Obwohl Herr Todenhöfer nicht an die Opfer gedacht hat, die unter dem Regime Saddam Hussein auf grausige Art und Weise ums Leben kamen, hat er die Opfer darüber hinaus auch verhöhnt. Ich weiß nicht, was Herr Todenhöfer unter der Definition „Nationalismus“ versteht, er nannte die Baathisten mehrere Male Nationalisten.

Da ich das, was die Baathisten erzählen überhaupt nicht glauben kann, erkläre ich selbst die Geschichte von Zaid:
Die baathistischen Verbrecher verstecken sich in Moscheen und zwischen Zivilisten. Plötzlich greifen sie die Amerikaner an. Es kommt zum Straßenkampf. Es sterben natürlich auch Zivilisten. Zwei Brüder von Zaid waren auf der Straße. Beide werden getötet. Zaid gibt die Schuld den Amerikaner. Auge um Auge. Zaid weiß nicht, wie man Bomben macht. Er schließt sich den „Widerstand“ an. Er wird trainiert. Er tötete drei Amerikaner. Zaid hat seine Rache bekommen. Er hört aber nicht auf. Er will noch mehr Amerikaner töten – warum? Weil es in islamische Länder ein großer Unterschied zwischen „Rache an Muslime zu nehmen“ und „Rache an Kuffar (Ungläubigen) zu nehmen“ gibt.

Herr Todenhöfer sagt, Zaid und viele andere wollten vorher nie aktiv in „Widerstand“ sein. Den Baathisten und andere Terroristen ist das aber bekannt. Die Baathisten und andere Terroristen wissen auch, dass Menschen wie Zaid nie aufhören werden, Rache zu nehmen und immer mehr Kuffar (ungläubige Amerikaner) töten wollen. Deswegen üben die Baathisten und andere Terroristen Terroranschläge gegen Zivilisten und schieben das auf Konto der Amerikaner, damit die Menschen wie Zaid gegen Amerikaner kämpfen.

Herr Todenhöfer sagt (S. 75): „Als der Krieg im März 2003 dennoch ausbricht, ist Zaid fest davon überzeugt, dass Irak gewinnen werde. Er glaubt Saddam Hussein, der mehrfach gesagt hatte, die USA hätten gegen Irak keine Chance“.
Zaid ist dann kein Opfer, sondern ein Baathist.

Mitte März 1991 hatte die irakische Regierung schon über 14 der 18 Provinzen die Kontrolle verloren. Es war Aufstand des irakischen Volkes gegen den Diktator Saddam Hussein und gegen Baath-Regime.

Herr Todenhöfer widerspricht seine Thesen selbst. Viele islamische Vereine haben die Thesen Todenhöfers veröffentlicht. Für Todenhöfer und islamische Vereine sind die muslimischen Diktatoren aber keine Mörder. Wenn einen Muslim von Kuffar (Nicht-Muslime) umgebracht wird, ist Haram (Verboten). Die islamischen Vereine reden aber nicht gegen muslimische Diktatoren, die Millionen Muslime umgebracht haben.

Die islamischen Vereine kritisieren immer wieder die Situation in Guantánamo. Kritik an Gefängnissen in islamischen diktatorischen Ländern haben die islamischen Vereine nie geübt. In islamische Länder gibt es tausende Gefängnissen. Dort werden unschuldige Muslime täglich von Muslimen beleidigt, gefoltert, vergewaltigt und umgebracht.

Im Irak-Iran krieg (1980 bis1988) starben mehr als eine Million Muslime, die von muslimischen Iraker und Iraner getötet wurden.
Die baathistischen Muslime haben mehrere hunderttausende Muslime gefoltert und umgebracht. Die brutalsten Foltermethoden kann man auch in den anderen islamischen Ländern sehen. Zwischen 1988 und 1989 haben die baathistischen Muslime im Namen des Koran (Sure Al Anfal) 180.000 kurdische Muslime während Anfal-Operation umgebracht.

Der Verbrecher Diktator Saddam Hussein hat alles für heutige Gewalt vorbereitet. Nach dem zweiten Golfkrieg (1991) haben die sunnitischen Baathisten 300.000 Schiiten umgebracht.

Nach Saddam Husseins Sturz versuchten die Schiiten und Nicht-Baathisten Rache zu nehmen. Die baathistischen Verbrecher mussten entweder nach Provinz Anbar oder ins Ausland fliehen.

Seit 2003 wurden bis 100.000 Muslime von Muslimen (Sunniten und Schiiten) umgebracht. Mehrere Moscheen wurden von Sunniten und Schiiten zerstört. Mehr als vier Millionen Muslime wurden von Sunniten und Schiiten vertrieben.
Im Irak gibt es jetzt viele politische Parteien, die alle islamischen Namen haben. Im Namen des Islam kämpfen alle gegeneinander und töten ihr muslimisches Volk.

In islamische Länder ist die Zahl der Muslime, die von Muslimen getötet wurden sehr hoch. Diese Zahl wurde von Herr Todenhöfer ignoriert, obwohl er selbst seine Thesen auf Zahlen aufgebaut hat.
Die Gewalt in islamischen Ländern ist mit nicht-islamischen Ländern überhaupt nicht vergleichbar.
Unter These1 schrieb Herr Todenhöfer (S. 168): „Wer den muslimischen Extremismus verstehen will, muss versuchen, die Welt wenigstens einmal aus der Sicht eines Muslims zu betrachten.“
Ja, Herr Todenhöfer, das ist aber mit Ihrem Buch überhaupt nicht möglich. Aus der Sicht welcher Muslimen müssen die Leser versuchen, die Welt zu betrachten? Schiiten oder Sunniten? Oder meinen Sie aus der Sicht baathistischer Muslimen?

Wenn die Leser keine Bereitschaft haben aus der Sicht der muslimischen baathistischen Verbrecher die Welt zu betrachten, dann sind alle Thesen Herrn Todenhöfers falsch.

Mehrere Male haben die Gesprächspartner Herrn Todenhöfers gegen Milizen der schiitischen Politiker gesprochen. Einmal war der Grund, weil die radikal-schiitischen Politikermilizen von Iran finanziert werden (S. 84). Ein andermal, weil eines der Probleme der augenblicklichen Regierung sei, dass ein relativ hoher Prozentsatz ihrer Mitglieder auch iranische Pässe habe (S. 128).

Welche schiitischen Milizen meinen diese Baathisten?

Ich halte die Mahdi-Army von Muktada al-Sadr für kriminell. Sie haben mehrere Sunniten umgebracht und mehrere sunnitischen Moscheen zerstört. Al Sadar der Vater von Muktada war ein bekannter Schiit, er war Großajatollah. Er wurde von sunnitischen Baathisten gefoltert und umgebracht. Bevor seine Schwester Bint al-Huda umgebracht wurde, haben die sunnitischen Baathisten sie vor seinen Augen mehrere Male vergewaltigt.

Es stimmt, Iran finanziert verschiedene schiitische Milizen. Aber wer finanziert die sunnitischen Baathisten in Ramadi?
Herr Todenhöfer schrieb, was sein Gesprächspartner Mohammed sagte (S. 83): „Die Baathisten arbeiteten mit den gemäßigten Islamisten aus vielerlei Gründen zusammen. Einer sei, dass sie selbst kaum Finanzierungsquellen hätten, während die gemäßigten Islamisten private Spenden aus den Golfstaaten erhielten.“
Jetzt sollen die Muslime wissen, wer die Muslime im Irak tötet. Der islamische Iran und islamischen Golfstaaten finanzieren die islamischen Gruppen im Irak, damit sie gegeneinander kämpfen und einander töten.

Die Westler und Muslime sollen dafür zusammenarbeiten, die Diktatoren in islamischen Ländern zu stürzen. Diese Diktatoren bedrohen nicht nur die Sicherheit im Irak und islamischen Länder, sondern auch die internationale Sicherheit. Vielleicht hat Saddam Hussein keine Massenvernichtungswaffen gehabt. Er wollte sie aber unbedingt haben.
These 9: „Die muslimischen Länder müssen ihre Probleme mit dem radikalen Islamismus selber ausfechten.“
Das ist aber gegen die terroristischen Diktatoren in islamischen Ländern nicht möglich. 24 Jahre haben Saddam und die Baath-Partei die Iraker gefoltert. Die Iraker könnten dieses Problem nicht selbst lösen. Sie benötigten unbedingt die Hilfe des Westens.
Um das Problem selbst zu lösen sollten vor allem die Muslime in Europa ihren Heimatländern helfen. Das tun sie aber nicht.
Die islamischen Vereine in Europa waren fähig große Demonstrationen gegen die dänischen Karikaturen zu führen. Man hat aber keine Demonstrationen gegen Terror und muslimische Diktatoren gesehen. Welcher Grund steckt dahinter?

Die Muslime in islamischen Ländern sind so viel wert wie die Muslime in Europa. Dort brauchen die Muslime auch die Demokratie und Menschenrechte, genau wie 20 Millionen Muslime in Europa, die diese Werte genießen.
Im Namen der Religionsfreiheit bauten die islamischen Gruppen in Europa ihre Moscheen. Die Muslime in islamischen Ländern brauchen auch die Religionsfreiheit, damit die Sunniten in schiitischem Gebiet friedlich leben können und ihre Moscheen bauen. Auch für die Schiiten soll das in sunnitischem Gebiet möglich sein.

Etwa 95 % der Bevölkerung im Irak sind muslimisch. Davon sind über 60 % Schiiten und knapp 35 % Sunniten. 15–20 % der Sunniten sind aber Kurden. Man darf den baathistischen sunnitischen „Widerstand“ nicht als legitimen irakischen Widerstand nennen. Herr Todenhöfer war nur in der baathistischen sunnitischen Stadt Ramadi. Er war nicht in schiitischem Gebiet, nicht bei Kurden. Die Schiiten und Nicht-Baathisten hat er aber nicht gefragt. Trotzdem versuchte Herr Todenhöfer mit nur fünf Personen diesen „Widerstand“ multikonfessionell zu zeigen.

Herr Todenhöfer und Abu Saeed fahren vorbei an zahllosen Kontrollposten, Richtung Al Sufia (Al Sufia ist ein sehr gefährlicher Ort, AL-Qaida Ort, gehört auch zur Stadt Ramadi). In einem verfallenen Haus trifft Herr Todenhöfer fünf aktive „Widerstandkämpfer“ aus unterschiedlichen Gruppen: Omer, Mohammed, Ahmed, Yussuf und Rami.
Herr Todenhöfer schrieb (S. 80): „Omer ist gläubiger Muslim und gleichzeitig Nationalist, baathistischer Nationalist, wie er sagt…Er sei stolz darauf, wie aufrecht Saddam Hussein in den Tod gegangen sei“.
Herr Todenhöfer, war Omer auch stolz darauf, als Saddam Hussein hunderttausende Iraker hingerichtet hat?

Wer weint schon um eine Million Opfer von Saddam Hussein, Herr Todenhöfer?
Herr Todenhöfer schrieb (S. 82): „Mohammed ist Schiit. Als Mitglied der Baath-Partei hat er sich einige Wochen nach der amerikanischen Invasion dem Widerstand angeschlossen. Er ist heute Führer einer »Vereinigten Widerstandsgruppe« aus Nationalisten, Baathisten und gemäßigten Islamisten.“
75% bis 80% der Bevölkerung im Irak sind Schiiten und Kurden, beide haben die Baath-Partei verboten. Die schiitischen Baathisten, die Verbrecher waren, mussten nach Anbar fliehen und ins besonders nach Ramadi.
Herr Todenhöfer sagt (S. 90): „Ahmed stammt aus Ramadi.“
Das bedeutet, er ist auch ein Baathist.

Alle drei waren bereit ihre Geschichte zu erzählen. Worüber sie gar nicht erzählt haben, waren die Foltermethoden, die die Baathisten gegen eine Million Iraker verwendet haben. Herr Todenhöfer hat sie danach auch nicht gefragt.

Das Problem ist nicht nur, diesen „Widerstand“ multikonfessionell zu zeigen. Herr Todenhöfer hat noch zwei andere Probleme:
1- Die Westler wissen, dass nur die Muslime ihre Probleme immer mit Gewalt lösen wollen. Die Westler sagen, dass nicht alle Muslime Terroristen sind, aber alle Terroristen sind Muslime.
2- Mann kann nicht leugnen, dass es in Ramadi tausende AL-Qaida-Kämpfer gibt.

Wie soll man diese Probleme lösen?

Yussuf wird als Christ vorgestellt. Ich habe aber sofort gewusst, welches Ziel Herr Todenhöfer erreichen will. Ich brauchte eigentlich nicht weiter lesen. Mit dem „Christ“ Yussuf wollte Herr Todenhöfer zeigen, dass im Irak nicht nur Muslime gegen Amerikaner kämpfen, sondern auch Christen.
Der „Christ“ Yussuf sagt (S. 96): „Sagen Sie Ihren Leute in Deutschland, dass im Irak nicht nur Muslime gegen die USA kämpfen, sondern auch Christen.“
Jeder kann sagen oder schreiben, was er will. Aber ohne richtige Beweise werde ich das nicht nur als Unwahrheit bezeichnen, sondern als Lüge.

Für seine Thesen brauchte Herr Todenhöfer eine christliche Unterstützung. Der „Christ“ Yussuf erklärt, wie man die These 1 verstehen soll: Die demokratischen westlichen Länder sind viel gewalttätiger als Diktatur Saddam Husseins.
Herr Todenhöfer schrieb (S. 96), was der „Christ“ Yussuf sagte: “Saddam Hussein sei seiner Meinung nach ein zu harter Diktator gewesen. Aber die amerikanische Militärdiktatur, die seit der Invasion herrsche, sei im Vergleich dazu viel härter, brutaler und blutiger.“

Herr Todenhöfer sagt (S. 92): „Er sei nie Mitglied der Baath-Partei gewesen“
Der „Christ“ Yussuf ist nie ein Baathist gewesen. Warum hat der „Christ“ Yussuf sich den „Widerstand“ angeschlossen? Was sind denn seine Gründe?
Die Gründe sind (S. 95): „Jetzt gebe es nur noch 600 000 Christen, und denen gehe es verdammt »dreckig«. Unter Saddam Husseins Diktatur seien die Christen viel besser dran gewesen als unter der »Militärdiktatur« Bushs.“
In den langen Jahren des ersten Golfkriegs und während des zweiten Golfkriegs ist eine große Zahl von Christen im militärischen Bereich gestorben. Viele Christen haben damals den Irak verlassen. Vor dem Sturz Saddams lag das Verhältnis Männer-Frauen unter den Christen bei 1:8. Das Christentum im Irak hat unter Baath-Regime überhaupt keine Zukunft gehabt.
Weitere Gründe sind noch (S. 94): „Auch Christinnen müssten in zwischen Schleier tragen, weil die Invasion sunnitische und schiitische Extremisten nach oben gespült habe.“
Das bedeutet, dass der „Christ“ Yussuf gegen Schleier und Islamisierung ist.
Der "Christ" Yussuf fährt fort (S. 94): „Weil die meisten amerikanischen Besatzer Christen sind, werden wir irakischen Christen von Al-Qaida als Teil der Besatzung angesehen. Also verfolgen sie uns.“
Der „Christ“ Yussuf ist sauer, weil die Christen ohne Gründe von Islamisten und Al-Qaida-Terroristen verfolgt werden.
Herr Todenhöfer schrieb (S. 93): „Bush sei für ihn so wenig Christ, wie Bin Laden für ihn echter Muslim sei.“
Der mutige „Christ“ Yussuf hat Bin Laden beschimpft.

Der „Christ“ Yussuf erzählt das alles und er kämpft zusammen mit Rami. Herr Todenhöfer schrieb (S. 98 und S. 99), dass Rami ein Al-Qaida-Kämpfer sei.

Rami hat den „Christ“ Yussuf nicht geköpft. Aber warum sind (Al-Qaida-Kämpfer) Rami und (der Gegner der Islamisierung) der „Christ“ Yussuf beide Freunde und aktive „Widerstandkämpfer“? Warum kämpft Rami?
Herr Todenhöfer sagt (S. 100): „Er kämpfe für einen islamischen Irak mit dem Koran als Grundlage der Verfassung. Er wolle, dass die Scharia beachtet werde.“
Der „Christ“ Yussuf ist aber gegen Schleier und Islamisierung. Er sagte auch, dass die Christen im Irak von Islamisten und Al-Qaida-Terroristen verfolgt sind. Warum ist er denn mit Rami? Er hat nicht die gleichen Ziele wie Rami. Beide sollten gegeneinander sein.
Herr Todenhöfer schrieb (S. 101): „Ich frage ihn, wie er zu Al-Zarkawi und Bin Laden stehe.“

Herr Todenhöfer sagt (S. 101): “Rami erklärt, er bewundert beide. Mit Al-Zarkawi hätte er gerne zusammengearbeitet, weil dieser den US-Truppen schwere Verluste zugefügt habe. Auch Bin Laden beeindrucke ihn, weil er den Mut gehabt habe, sich den USA offen entgegenzustellen.“
Der „Christ“ Yussuf hat aber Bin Laden beschimpft. Hat er keine Angst vor (Al-Zarkawi- und Bin-Laden-Anhänger) Rami gehabt?

Gibt es Leser, die wirklich so naiv sind um diesen Blödsinn zu glauben? Wenn jemand probieren will, vor AL-Qaida-Kämpfer gegen Islamisierung und Bin Laden zu reden, ist er dann selber schuld.

Herr Todenhöfer konnte selbst nicht glauben, dass der „Christ“ Yussuf so viel Mut haben kann um vor (Al-Qaida-Kämpfer) Rami und anderen Islamisten gegen Islamisierung und Bin Laden sprechen zu können. Wir lesen aber weiter, wie Herr Todenhöfer versucht hat, dieses Problem zu lösen:
Herr Todenhöfer schrieb (S. 78): „Ich habe Schwierigkeiten, im düsteren Licht des schmucklosen Raums, in dem nur drei alte Sessel und ein niedriger Holztisch stehen, etwas zu erkennen.“
Es mussten unbedingt nur drei Sessel in diesem verfallenen Haus gegeben sein, keine vier oder fünf. Herr Todenhöfer musste das auch unbedingt in seinem Buch erwähnen, dass es nur drei Sessel gab. Ein Sessel für Herr Todenhöfer, ein für Abu Saeed (wegen Übersetzung) und der dritte Sessel für den "Christ" Yussuf. Rami und die anderen Islamisten mussten im Garten bleiben, bis der „Christ“ Yussuf mit dem Schimpfen gegen Schleier, Islamisierung, Al-Qaida und Bin Laden fertig war.

Dieses Buch ist wirklich ein Witz. Herr Todenhöfer behandelt seine Leser wie Kleinkinder.
Am 27.03.08 schrieb aljazzera.net (Arabisch): „In diesem Buch zeigt Herr Todenhöfer, dass die Christen im Irak nicht verfolgt sind.“
Vielleicht ist Yussuf aber kein Christ, sondern ein Muslim. Es kann sein, dass Yussuf lügt. Es ist auch möglich, dass Herr Todenhöfer die Unwahrheit schreibt. So kann jede Leser denken. Als Iraker und Christ, ich glaube kein Wort in diesem Buch.

Herr Todenhöfer kann aber den Gedanken der Leser lesen. Herr Todenhöfer hat uns Beweise gegeben, die man unter Quellennachweis lesen und überprüfen kann.
Herr Todenhöfer schrieb (S. 92):“Yussuf ist nur einer von vielen christlichen Widerstandskämpfer28 des Irak.“
Unter These 3 (S. 176) schrieb Herr Todenhöfer: „An diesem Widerstand beteiligen sich nicht nur sunnitische und schiitische Muslime, sondern auch Christen.77 Die Zahl der christlichen Widerstandskämpfer im Irak ist höher als die der Al-Qaida-Kämpfer.“
Das heißt, die kleine verfolgte christliche Minderheit ist für 60% bis 70% von Terroranschlägen verantwortlich, Al-Qaida für weniger als 30%.
Herr Todenhöfer fährt fort und fragt (S. 176): „Ist das wirklich überraschend?“
Ja, ich bin überrascht. Ich will den Beweis lesen. Ich suche nach dem Verweis 77. Unter Quellennachweis, auf Seite 302, steht neben dem Verweis 77 „Siehe Hauptteil Anm.28“

Ich suche weiter. Neben dem Verweis 28 (S. 288) schrieb Herr Todenhöfer: „Beispielbeweise O.V: Christians may take up arms.“ Herr Todenhöfer hat den Link zur Webseite News24 und einen kurzen Auszug aus gleicher Quelle gegeben.

Jetzt zeige ich die Wahrheit, was wirklich unter den Link steht, den Herr Todenhöfer als Beweis verwendet hat:
„Christians may take up arms “
Herr Todenhöfer hat einen guten Titel gewählt. Die Westler wissen gar nicht viel über den Irak. Wenn sie das lesen, werden sie natürlich alles glauben, was Herr Todenhöfer geschrieben hat.
“Damascus - More than 1 500 members of an Iraqi Christian group have gone to northern Iraq to try to protect Christians following attacks on churches in Baghdad and Mosul, the leader of the group said pm Saturday.”
Herr Todenhöfer schrieb, dass Al-Qaida nur 1.000 Kämpfer im Irak hat. Oben steht 1.500 Christen. 1.500 ist mehr als 1.000.Aber was haben diese Christen mit „Widerstand“ zu tun? Die Christen wollten ihre Kirchen schützen, die von Islamisten angegriffen wurden.
„In an interview, Yonadem Kana, the leader of the Assyrian Democratic Movement in Iraq and a member of the Iraqi National Council, said the fighters have been deployed in Baghdida near the northern city of Mosul.“
Yonadem Kana ist ein member of the Iraqi National Council, wie kann er gleichzeitig ein Widerstandkämpfer sein. Yonadem Kana hat lange Zeit für irakische Opposition gearbeitet. Die Baathisten haben ihn mit der Todesstrafe bedroht.
"We do not want to transform our movement into a militia," he said. "But if needed, we can arm more than 10 000 people."
Dass die irakischen Christen sich bewaffnen wollten, um die Kirchen zu schützen, wurde von irakischen Kirchen abgelehnt. „Die Christen sollen ihre Feinde lieben.“ sagten die irakischen Kirchen.
„Christians make up just 3% of Iraq's population of about 25 million. The major Christian groups include Chaldean-Assyrians, who make up Kana's group, and Armenians. “

“On October 16, bomb attacks targeted five churches in Baghdad - which damaged buildings but caused no casualties.”

“Officials estimate that as many as 15 000 of Iraq's nearly one million Christians have left the country since August, when four churches in Baghdad and one in Mosul were attacked in a coordinated series of car bombings. The attacks killed 12 people and injured 61 others. Another church was bombed in Baghdad in September.”

“Islamic militants have told Christian owners of liquor stores to close down their businesses, and they have threatened Christians who run beauty salons and shops selling fashionable clothes.”

“Kana, who is on a three-day visit to Syria for talks on Iraq's security, said his movement will not station fighters in other Iraqi cities. In Baghdad, he said, "we have the cover of law and Iraqi regular army and security forces".”

“Kana said his movement does not need to be protected by US-led coalition forces.”

"We will not accept that our people's ethnic and religious background be used as a card in the hands of foreign forces to interfere in Iraq and to prolong the occupation,” Kana said.
Das sagen die irakischen Christen jeden Tag. Die Islamisten betrachten die irakischen Christen als Freunde der Amerikaner und sie bringen sie um oder sie zerstören ihre Kirchen.

Ich akzeptiere aber auch nicht, dass die Christen im Irak von Herr Todenhöfer verwendet werden um bestimmte Ziele zu erreichen. Wenn Herr Todenhöfer ein Problem mit den Amerikanern hat, ist das nicht das Problem der irakischen Christen.
„He said he will attend a meeting in Jordan on Monday to discuss ways to stabilize Iraq ahead of the January 30 elections. Delegates from 18 Iraqi factions and UN experts will attend.”
Herr Todenhöfer hat diese zwei Quellen auch angegeben: Wer Bleibt stirbt (Spiegel Online) und Unheilige Schutzmacht (Die Zeit).

Wo ist der Beweis, Herr Todenhöfer? Warum schreiben Sie die Unwahrheit, Herr Todenhöfer?

Es hat mich auch gewundert, dass manche Leser und westliche Medien sofort diese Thesen akzeptiert und veröffentlicht haben, ohne die Quellen zu überprüfen. Was für eine journalistische Qualität ist das?

Da die „Widerstandkämpfer“ und andere Terroristen keinen einzigen irakischen Christ gehabt haben, der sie unterstützt, haben sie am 29. Februar den Erzbischof Paulos Faraj Rahho entführt. Sie forderten, dass die Christen im Irak gegen US-Truppen kämpfen.
Quelle: „Islamisten fordern Kampf der Christen im Irak gegen US-Truppen“ (Welt Online).

Sie haben neben Geld auch politische Forderungen für die Freilassung ihrer Geisel gestellt:
1. So sollte die chaldäisch-katholische Kirche Waffen für islamitische Terroristen beschaffen und in ihren Gotteshäusern verstecken.
2. Schließlich sei offen gedroht worden: Wenn die chaldäisch-katholische Kirche keine christlichen Selbstmordattentäter zur Verfügung stelle, müssten die Christen die Region verlassen.

Quellen: kath.net, kathpress, efluxmedia, compassdirect und zahlreiche andere Medien.

Aber auch mit Gewalt erreichten diese Verbrecher nicht, was sie wollten.
Als der Erzbischof Paulos Rahho mit seinen Verwandte über Telefon sprechen durfte, verlangte der Erzbischof von irakischen Christen, alles abzulehnen und auf Frieden nicht zu verzichten. Später wurde er umgebracht.

Die Christen im Irak werden verfolgt und grausam ermordet. Christliche Frauen werden vergewaltigt. Mädchen werden mit Muslimen zwangsverheiratet. Geistliche werden entführt und ermordet. Auf über drei Dutzend Kirchen wurden Bombenanschläge verübt. Die Christen müssen eine Schutzsteuer für Nicht-Moslems bezahlen oder zum Übertritt zum Islam gezwungen. Christliche Familien wurden mit Todesdrohungen dazu gezwungen, Irak zu verlassen. Hunderttausende Christen mussten vor diesem systematischen Terror bereits fliehen.

Die Christen sind aber nicht wie Zaid. Die Christen töten nicht. Die irakischen Christen haben keinen Muslim bedroht oder umgebracht und keine Moschee zerstört. Warum schreiben Sie denn, dass die irakischen Christen gegen USA kämpfen und die Amerikaner töten, Herr Todenhöfer?

Immer als diese Verbrecher Kirchen zerstörten, haben die irakische Christen für die Angreifer gebetet.

Herr Todenhöfer versuchte diese Verbrecher auf Kosten der Opfer zu unterstützen, auf Kosten der irakischen Christen. Dieses Buch beleidigt die irakischen Christen. Es beleidigt den Erzbischof Paulos Rahho und andere christlichen Märtyrer, die die Gewalt ablehnten und für den Frieden starben.

Man darf diese Verbrecher nicht Widerstandkämpfer nennen. Der Versuch diese „Widerstand“ multikonfessionell und als legitimen irakischen Widerstand zu zeigen, ist abzulehnen. Es gibt keine gemäßigten Al-Qaida-Mitglieder, die sind alle Terroristen. Die Thesen Herrn Todenhöfers lehne ich ab, weil in diesem Buch nur um Baathisten geht.

Herr Todenhöfer, können Sie auf Sätze wie „Zwar…, aber…“ verzichten und nur aus Sicht der Opfer Saddams ein Buch schreiben? Wenn nicht, warum?

So wie ich dieses Buch verstehe, repräsentiert Zaid die Baathisten in Ramadi. Es hat mich geschockt als ich das Symbol der Baathisten (Zaid) überall auf Plakaten in Deutschland gesehen habe.

Die Muslime sollen sich von dem Einfluss der islamischen Vereine und Parteien befreien und einmal selbst denken. Die islamischen Vereine und Parteien beleidigen die Muslime und sie schieben das auf Westler. Wie Rami und andere Islamisten, wollen die islamischen Vereine die Muslime als Menschen zeigen, die entweder unter einem harten Diktator oder in Chaos leben können.
Herr Todenhöfer schrieb über Rami (S. 101):“ Obwohl er nie Anhänger der Baath-Partei gewesen sei, habe er geweint, als er im Fernsehen gesehen habe, wie Saddam Hussein gehängt wurde. Saddam Hussein sei kein guter Herrscher gewesen, aber unter ihm habe es Sicherheit und Frieden gegeben. Das Chaos im Irak zeige, dass das Land einen starken Mann brauche. Er fragt mich ob Besatzung und Chaos, so wie es der Irak durch die Invasion der Amerikaner jetzt erlebe, besser seien als die Diktatur Saddam Husseins “
Unter Saddam gab es nie Frieden, sondern nur Kriege. Rami und andere Verbrecher kämpfen nicht um Irak zu befreien. Diese Verbrecher haben nie Irak geliebt, sondern nur Saddam. Sie üben Terroranschläge nur um die Welt zu zeigen, dass dieses Krieg nur Chaos gebracht hat und, dass der Krieg gegen Saddam ein Fehler war. In viele Länder gab es Aufstand und Revolution, weil sie Demokratie haben wollten. Die Verbrecher wollen im Irak ein Aufstand und üben Terroranschläge um wieder eine Diktatur zu haben.

Wegen dieses Buchs werden sich mehr Muslime für Gewalt und Dschihad entscheiden.
Muslime, die keine Iraker sind, brauchen sich nicht in die Sachen der Iraker einmischen. Islamische Länder, wie Iran, Syrien und Türkei sollen erstmal sich fragen: Warum die Kurden kämpfen?

Herr Todenhöfer hat auch über Kolonialisierung gesprochen. Die Muslime haben aber auch viele Länder mit Gewalt erobert. Man soll den Genozid am armenischen Volk nicht vergessen.
Das Zweitstromland war Land der Chaldäer und Assyrer. Irak war ein christliches Land. Irak wurde mit Gewalt von Muslime besetzt.
Trotz vieler Verfolgungen blieben die Christen im Irak aber immer friedlich. Wenn die Muslime wollen, können sie mindestens so tolerant wie die Christen im Irak sein.

Die Muslime im Irak haben immer noch die Möglichkeit einander zu verzeihen, ein demokratisches Land aufzubauen und friedlich gegen Amerikaner zu demonstrieren. Die Amerikaner werden gezwungen sein, ihre Truppen abzuziehen.
Die Amerikaner können kein demokratisches Land angreifen, auch wenn sie wollen.

EDIT: Lesen Sie Auch:  Der Kolonialismus war die Lösung

Kommentare:

Alex hat gesagt…

Eine wirklich sehr interesante Erwiderung. Ich halte es grundsätzlich für gefährlich, wenn Autoren mit Thesen daherkommen, die zunächst wahnsinnig kritisch wirken, bei denen man sich aber schon fragen muss, warum nur sie die richtigen Einblicke haben und die ganze restliche Welt sich irrt.

Condottiere hat gesagt…

Ein guter Artikel! Ich schaue öfters bei http://www.kirche-in-not.de rein, denn man vergisst in Europa sehr schnell, wie gepeinigt und verfolgt die Christenheit im Zweistromland (und überall auf der Welt) doch ist.

Ihr seid nicht vergessen!

gilgamesh X hat gesagt…

Sehr gut
ممتاز
هايه خوش مكتوب
هذا تودنهوفر هو اصلا كلوجي

Gisela B. hat gesagt…

Vielen Dank für diesen tollen Artikel! :-)

Haben Sie ihn auch Jürgen Todenhöfer zukommen lassen? Wenn ja, gab es eine Reaktion?

MfG
Gisela B.

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank für diese sehr aufklärende Darstellung. Die Wahrheit wird letztendlich siegen. Ich wünsche Ihnen/Dir und dem Irak Frieden und Glück.
Danke nochmals!

Domenik hat gesagt…

Danke Gisela B.

Nein, habe ich nicht. Herr Todenhöfer weiß selbst, dass was er geschrieben hat, Unwahr ist.

Anonym hat gesagt…

Lieber Domenik, ich selber hab mich sehr stark mit dieser Problematik befasst und muss dir zu 100% zustimmen.
Ich finde es mutig wenn Jürgen Todenhöfer trotz der nicht ungefährlichen Lage trotzdem in den Irak gereist ist.
Aber als ich ihn bei Kerner sah, merkte ich wie unaufrichtig er war.
Er erwähnte permanent die Attentate der Amis, aber nicht ein einziges Mal die Bombenanschläge der Extremisten die im Irak die hohe Todeszahlen verantworten.
Zudem erwähnte er, das Saddam Hussein ca. 290 000 Menschen auf dem gewissen hat. Bush aber über eine Mio Zivilisten(da bush den irakkrieg begann).
Dann sollte Herr Todenhöfer so fair sein und genauso Saddam Hussein noch zustätzlich für die Opfer des Kuwaiteinmarsches und Irankriegs(den Saddam Hussein begonnen hat) verantwortlich machen. Und dann kommt bei Saddam Hussein auch keine Zahl mehr von 290 000 raus, sondern fast 2 Mio.

Domenik hat gesagt…

//Ich finde es mutig wenn Jürgen Todenhöfer trotz der nicht ungefährlichen Lage trotzdem in den Irak gereist ist.//

Herr Todenhöfer hat aber nicht bewiesen, dass er selbst wirklich in Ramadi war.

Anonym hat gesagt…

Kann mir jemand sagen warum Todenhöfer jetzt wieder so fragwürdige Behauptungen im Fall Syrien vertritt? Wieder spielt er sich in den Median als einziger Wissender auf. Hat das bei ihm System?